Nürnberg sagt das geplante Intel Friday Night Game-Event ab
Wie ich am 24. März berichtet habe, gab es auf Grund des Amoklaufs im baden-württembergischen Winnenden eine
Absage von der Stadt Stuttgart für die zweite "Intel Friday Night Game "-Veranstaltung im Kongresszentrum der
Liederhalle am Freitag den 27. März.
Die Stadt Nürnberg hat jetzt ebenso die "Intel Friday Night Game"-Veranstaltung sehr kurzfristig abgesagt, die am
29. Mai in der Meistersingerhalle stattfinden sollte.
Als Grund wurden die Gräueltaten von Winnenden vor einigen Monaten genannt, bei denen auch vermehrt
Computer-Spiele als angeblicher Auslöser in den Mittelpunkt rückten. Die Entscheidung dazu sei direkt im
Bürgermeisteramt gefallen, dem seit 2002 der Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) vorsteht.
Der BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) e.V. äußerte sich zu dem Vorfall und veröffentlichte folgendes Statement:
"Der BIU missbilligt die Entscheidung des Nürnberger Oberbürgermeisters. Der eSport bietet Spielern eine attraktive Plattform, um ihr Hobby Computer- und Videospiele um sportlichen Wettkampf und Teamgeist zu bereichern. Andererseits bietet sich hier jedem Interessierten auch die Möglichkeit des Austauschs mit einer aktiven und sozialen Jugendkultur. Eltern und Pädagogen haben bei der Eltern-LAN etwa die Möglichkeit, sich persönlich ein Bild von Computer- und Videospielen zu machen. Dass solche Angebote mit Aufklärungscharakter nun in Nürnberg einem politischen Aktionismus zum Opfer fallen, ist aus Sicht des BIU nicht nachvollziehbar. Hier wird nicht nur aus Unkenntnis gegenüber dem Grundanliegen der Veranstaltung argumentiert - Computerspieler werden unter Generalverdacht gestellt."